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NORTON RACING- Die Krafträder

Ältestes Motorrad im Rennstall, und noch weit entfernt vom ersten Einsatz, ist der Neuzugang des Winters 2010/11:


Die 1937er 500ter "International to Racing Specification", im deutschen Vorkriegs-Kfz-Brief schon stolz "Manx" genannt, obwohl dies zu der Zeit noch keine offizielle Bezeichnung war. 

Fritz Kleber/Worms fuhr dies Motorrad vor dem Krieg, und von seinem Sohn wurden die Trümmer erworben. Bis auf Kleinteile ist alles da, so daß die Restaurierung zwar zeitintensiv, aber nicht allzu schwierig sein sollte. 

Die 1949er 30M 500cc Garden Gate Manx ist das zweitälteste Motorrad des Teams. Es ist eine der beiden ersten DOHC-Manxen, die je an Privatfahrer gingen, und wurde an Albert Moule rechtzeitig zur 1949er TT ausgeliefert. Moule ließ sie von 350ccm im folgenden Winter bei Norton zur 500ter umbauen, und fuhr 1950 auf dem Kontinent mit ihr.
Von Moule ging die Maschine vermutlich direkt an Franz Vaasen/Düsseldorf, der sie, zuerst solo, später mit Seitenwagen, fuhr, um dann zu versuchen, sie zu verkaufen. Dies gelang nicht mehr- die Federbett Manxen waren schon auf dem Markt-, und das Motorrad wurde weggestellt. 
Nach einer Vollrestaurierung wurde das Motorrad von 1995-97 bei "Grab the Flag" Veranstaltungen eingesetzt, und trug schließlich verdient die Startnummer 1. 

Die 1960er  500ccm Federbett "Shortstroke" Manx wurde im April 1960 neu in Köln ausgeliefert, aber in der Saison anscheinend nicht eingesetzt. Ende 1960 wurde sie von Rudi Gläser ("Gläser Verkleidungen"), dem Deutschen Meister des Jahres, erworben, der sie in den zwei darauffolgenden Saisons einsetzte, und mit ihr Vizemeister wurde.Er verkaufte sie weiter an Rolf Fenker, einen ex-Speedway Fahrer, der im folgenden Jahr den Lauf in Bremerhaven gewann, sonst aber keine großen Erfolge mehr feierte. Noch später muß sie dann die 1962er Vorderradbremse bekommen haben.
Dank "Fast by Kolano" Tuning, ist das Motorrad sehr schnell, und durchschnittliche Resultate liegen weniger am Material, als am ebenso durchschnittlichen Fahrkönnen des Fahrers!

Zuerst aufgebaut aus einer Seriencommando im Jahr 1995, wurde der "Familienrenner" erst ab 2002 wirklich eingesetzt. Innerhalb einer Veranstaltung wurden schon 4 verschiedene Seiferts mit diesem Motorrad auf der Strecke gesichtet.
Es ist ein sehr schnelles Fahrzeug, das allerdings durch sein hohes Gewicht- 175kg leer- gehandicapt ist. In einer Klasse, wo andere Motorräder 130kg wiegen, ist eine de facto getunte SerienCommando mit vollem (Ketten) Primärtrieb, Serienhinterrad, Serienrennbremsen etc nicht wirklich konkurenzfähig.
Spitzenresultate sind höchstens im Regen zu erzielen.

Die Norton Wankel TTR, Rahmen # P55 0001 war die erste Norton F1, die je das Werk verließ. Sie wurde in den Saisons 1990-1994 von Hartmut Müller in der deutschen Battle of Twins Meisterschaft eingesetzt.Mit etwa 140 PS bei einem Gewicht von  140kg war die Maschine gegen Ende ihrer Karriere sehr konkurenzfähig, und gewann einen Meisterschaftslauf in Colmar/Berg gegen alle Vierventil-Ducatis.
Danach verstaubte das Motorrad, von einem kurzen Einsatz in Poznan 1996 abgesehen, bei uns. Erst im Winter 2004/2005 wurde sie bei Norton Motors LTD in England für Demoläufe instandgesetzt.

Die Hyde Hornet SOS-Rennmaschine wurde initiiert von Norman Hyde, und Lester Harris von Harris Racing konstruierte einen speziellen Rahmen dafür (nicht identisch mit den Harris-Bausatz-Rahmen!). Auf der TT war Nick Jefferies Trainingsschnellster in der SOS-Klasse damit, fiel aber im Rennen mit Motorschaden aus. Danach wurde das Motorrad noch in der englischen SOS-Meisterschaft eingesetzt.
Die Maschine ist hervorragend ausbalanciert, und Rutscher, egal ob am Vorder- oder Hinterrad, lassen sich ohne Schweißausbrüche abfangen.

Durch den Fortschritt der SOS-Klassen, insbesondere durch das Aufkommen von Dave Peace/Tigcrafts "Minimono", ist das Motorrad heute nicht mehr konkurenzfähig, und kann nur noch als Marshalmaschine eingesetzt werden.

Norton C652 International-Racer. Zeitgleich mit der Produktion der ersten "International"-Serienmaschinen entstanden bei Tigcraft zwei Renner, die im Jahr 1999 in der Britischen und in der Europameisterschaft der SOS-Klasse eingesetzt wurden. Sie beendeten die Saison mit einem 2. und 3. Endrang in der englischen, und einem 3. und 4. Endrang in der Europameisterschaft.
Unsere Motorrad entsteht gerade bei Tigcraft aus dem Fahrwerk von Gary Cotterells Maschine, die er ab 2000 als "GCR" umbenannt eingesetzt hatte. Das zweite Norton-Motorrad ist angeblich, ebenfalls zur GCR umbenannt, in den USA verschwunden.

Als Teil der Norton-Historie möchten wir das Motorrad in fahrfertige Form bringen.

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